AUSTRIA DAMEN - FC SÜDBURGENLAND 5:1 (2:0) 
MÄDL 10' PIRECI 40' 72' 93' SLUKOVA 80' bzw. PLANER 90'
Auch bei den Frauen ist endlich wieder die Bundesliga gestartet. Und wie im letzten Jahr startete man mit einem Heimspiel gegen die Mädels vom FC Südburgenland. Coach Spilka setzte auf viele Neuzugänge, da auch noch Stützen wie Aufhauser, Wucher, Schneeweiß und Stockhammer fehlten. Im Tor gab Andrea Gurtner ihr Pflichtspieldebüt für die Austria. Abwehrchefin Romina Bell spielte mit Pototschnig innen, Grafinger und die aus der Austria Akademie stammende 15-jährige Grosskopf verteidigten außen. Im Mittelfeld agierten Mädl, Karkac und Wronski. Im Sturm kamen Pireci und Schneeberger von den Seiten, zentral agierte Krumböck. Auf der Bank waren Ersatztorfrau El Dahaibiova, Fiebiger, Slukova, Strasser und Eberhardt.
Vorab und im Allgemeinen muss man sagen, dass man in der Mannschaft noch merkt, dass wichtige Stützen verletzt fehlen, viele Neue da sind, die Abstimmung noch nicht so funktioniert und manche Spielerin zwar ihr Potenzial aufblitzen lässt, aber noch nicht ganz abrufen kann. So blieb eine Schneeberger etwas blass. Ihre Geschwindigkeit konnte sie noch nicht wirklich ins Spiel reinbringen. Auch eine Krumböck war sehr aktiv und versuchte viel, die große Torgefahr strahlte sie noch nicht aus. Wronski versuchte das Spiel mitzugestalten, die Pässe waren aber noch nicht genau genug und man merkte die fehlende Abstimmung. Eine Grafinger, die normalerweise innen agiert, lieferte eine ordentliche Leistung auf dem Flügel ab, hatte aber in einigen Situationen so ihre Probleme. Eine Grosskopf, die erste Spielerin aus der Austria Akademie in der Kampfmannschaft bei einem Pflichtspiel, war sehr auffällig und ersetzte Schneeweiß wirklich gut, leider verletzte sie sich wohl schwerer im zweiten Durchgang bei einem Zweikampf – hier schon mal gute Besserung. Gurtner strahlte im Tor Ruhe aus, war gut im Rauslaufen. Einige Rückpässe fielen etwas zu schwach aus, doch bis auf das Gegentor konnte Gurnter alles klären. Kapitänin Mädl glänzte nicht nur als Torschütze, sondern rackerte gemeinsam mit Karkac wieder das Mittelfeld ab, Bell hielt hinten alles dicht und war überall zu finden, wenn es darum ging, Bälle zu erobern und den allerbesten Eindruck machte Pireci, die einen Traumtag erwischte und mit 2 Assits und 3 Toren klar zur Matchwinnerin wurde. Da sich auch Pototschnig kurz vor der Pause verletzte, kam Eberhardt früh zum Einsatz und auch sie agierte sehr souverän. Genauso wie die eingewechselte Slukova, die ein Tor erzielte und auch hier meiner Meinung nach ein Bewerbungsschreiben für die Startelf abgab. Da sich leider Grosskopf verletzte, kam Fiebiger ins Spiel. Die Offensive tat sich hinten sehr schwer und man merkte ihr an, dass dies nicht ihre Lieblingsposition ist. Alles in allem war es ein souveräner Auftritt, der voll in Ordnung war, aber es gibt noch viel Luft nach oben.
Eine sehr schöne Geste zeigten die Mädels beim Einlaufen, als sie mit unseren Fanleibern aufs Feld kamen! Ihr für uns – wir für euch! Das ist unser Motto! Über das gesamte Spiel sah man, dass die Austria die bessere Mannschaft ist, obwohl sich Südburgenland gesteigert hat zur letzten Saison und einen kompakteren und sicheren Eindruck hinterließen. Außerdem haben sie das Kontern für sich entdeckt und sie waren hin und wieder gefährlich unterwegs. Wichtig für die Partie war aber, dass man schnell das Führungstor schoss. Pireci zog auf der Seite durch und bediente in der Mitte Mädl ideal, die aus kurzer Position einnetzte. Es folgten viele Chancen: Bell knallte zwei Freistöße über das Tor, die Schüsse von Krumböck, Mädl und Karkac wurden gehalten oder geblockt und auch die Eckbälle flogen gefährlich rein. Zwei gefährliche Konter gab es von Südburgenland, als sie zwei Mal ihre Stürmerin auf die Reisen schickten, doch Gurtner war schnell genug aus dem Kasten und rettete die Situation, manchmal auch erst im zweiten Versuch. Vor der Pause knallte dann Pireci nach einer Ecke, die verlängert wurde den Ball aus drei Metern Entfernung ins Tor zum 2:0 – was auch der Pausenstand war.
Die Hitze machte beiden Teams zu schaffen. Das sah man besonders zu Beginn der zweiten Halbzeit, wo es viel Leerlauf gab. Zwar kamen die Viola Girls immer wieder gefährlich nach vorne, doch der Abschluss fehlte noch. Es war dann wieder Pireci, die ideal in die Gasse geschickt wurde und die Torfrau überlupfte zum 3:0. Slukova, die für Schneeberger ins Spiel kam und auffällig agierte, wurde dann von Pireci bedient und sie knallte die Kugel sehenswert ins Tor. Als die Nachspielzeit losging, gab es einen zu kurzen Rückpass, Südburgenland lief auf das Tor zu, Gurtner war schon geschlagen, Fiebiger kratzte die Kugel noch von der Linie, doch Planer hatte nachgesetzt und schoss ins leere Tor. Doch das ließen die Viola Girls nicht auf sich sitzen. Sie griffen sofort nochmals an und es war wieder Pireci die netzte! Am Ende stand ein verdientes 5:1 auf der Anzeigetafel und der Auftaktsieg ist geglückt.
Die Leistung ist noch ausbaufähig. Doch der Start lief wie gewünscht. Vienna ist besiegt und man steht in der zweiten Runde des Cups. Das erste Heimspiel wurde gewonnen und man startete mit einem Dreier in die Liga. Doch bereits nächste Woche wartet der erste richtig harte Prüfstein. Wir sind zu Gast beim Vizemeister Sturm Graz. Und in diesem Duell geht es schon darum, wer St. Pölten Jäger Nummer 1 wird. Die Grazer holten einen starken 4:0 Auswärtssieg bei Neulengbach. Also wird man nächsten Samstag schon eine Steigerung benötigen. Nach diesem Match geht es in die erste Länderspielpause. Danach empfangen wir Wacker Innsbruck!
FORZA VIOLA aus Salzburg