AUSTRIA DAMEN - FFC VORDERLAND 2:1 (1:0)

 

KRUMBÖCK 30' HAJEK 68' bzw. SCHNEIDER 94'

Die vierte Runde und das zweite Heimspiel unserer Viola Girls stand an. Diesmal war der FFC Vorderland aus Vorarlberg zu Gast. Deswegen war der Anpfiff auf Sonntag 10 Uhr gelegt, was für uns bedeutete um 6 Uhr in der Früh Richtung Wien zu starten. Nach einer langen Parkplatzsuche kamen wir dann aber pünktlich ab. Die Kaderdichte hat Coach Spilka noch immer nicht wirklich zur Verfügung. Er konnte allerdings wieder auf Gurtner zurückgreifen, die wieder im Tor stand. Die Innenverteidigung bestand diesmal aus Bell und Kovar, auf den Seiten verteidigten Pototschnig und Schneeberger. Im Mittelfeld agierte Kapitänin Mädl, Bauer und Petrusova, über die Flügel kamen Pireci und Decker, die Solospitze war Krumböck. Mit Decker, die letzte Woche mein Debüt gleich zwei Tore schoss, war wieder eine Akademie Spielerin in der Startelf. Mit Schneeweiß und Stockhammer gab es auch nur zwei Spielerinnen auf der Bank, die nicht aus der eigenen Akademie standen. Gamper, Roadl, Wojtas und Hajek waren als AKA Spielerinnen als Ersatz auf dem Spielbericht.

Anders als gegen St. Pölten, wo Vorderland frech mitspielte, agierten sie diesmal sehr defensiv. Sie schlossen hinten die Räume und versuchten ihr Glück im Kontern. Man muss leider sagen, dass ihnen die Taktik fast aufging. Die Spielkontrolle hatten natürlich die Austria Frauen, doch sie rannten immer wieder an. Es folgte eine Eckenserie von sieben Stück, die Bälle wurden aber meist abgefangen. Gerade Ecken oder Freistoße gab es Unmengen. Doch die Eckbälle waren heute nicht genau genug und die Standards waren zu weit entfernt, um direkt schießen zu können. Trotzdem gab es die eine oder andere gute Situation der Austria Frauen, die aber lange nicht den Weg ins Netz fanden. Vorderland hatte zwei gute Konterchancen. Ein Ball ans Außennetz und bei einem Konter nach einem Querpass bei einer Zwei gegen Eins Situation war Gurtner eigentlich schon geschlagen, die Vorderland Kickerin traf aber den Ball überhaupt nicht und da er aufs Tor kullerte, konnte Gurtner ihn noch fangen. Das erlösende Tor konnte Krumböck schießen. Nach einer Pireci Flanke wurde der Ball mit dem Kopf in die Mitte geklärt, dort stand eben Krumböck, die per Innenstange den Ball versenkte. Die Führung war verdient, aber dass man drückend Überlegen war, konnten man nicht sagen.

Mit der Führung im Rücken ergaben sich im zweiten Durchgang etwas mehr Räume, die auch genutzt werden konnten. Nun wurden klarere Chancen kreiert, die aber lange nichts zählbares brachten. Decker und Pireci scheiterten hier an der Torfrau. Gamper war in der Pause für die angeschlagene Krumböck ins Spiel gekommen. Sie lief immer wieder gut in die Spitze, die Bälle kamen aber einen Tick zu ungenau. Die Ansätze waren da, die Spielidee sichtbar, die Präzision war leider nicht vorhanden. Coach Spilka entschloss sich frischte Kräfte zu bringen. Pototschnig und Decker gingen raus, Schneeweiß durfte ihr Comeback nach Verletzung feiern und mit Hajek gab es das nächste Debüt für eine Akademie Spielerin. Und auch Hajek vergoldete ihren ersten Auftritt in der Bundesliga, wie in der Vorwoche Decker. Nach einer Maßflanke köpfelte sie den Ball wunderschön in die lange Ecke zum 2:0. Nun hatten die Viola Girls das Spiel im Griff, doch die Vorarlbergerinnen gaben nicht auf und kämpften weiter. Doch beide Mannschaften waren nur mehr im Ansatz gefährlich, außer dann ganz am Ende. In der 94. Minute war es die quirlige Schneider von Vorderland, die nachsetzte und einen Abstauber verwerten konnte. Es war aber nur Ergebniskorrektur, denn gleich danach war die Partie zu Ende.

Die drei Punkte sind eingefahren und die Austria Frauen stehen nun auf Tabellenplatz 2. Doch spielerisch muss eine Steigerung folgen. Man merkt hier schon, dass viele erfahrene Spielerinnen fehlen. Die Akademie Spielerinnen zeigen ihr Talent und haben absolut das Niveau für die Bundesliga. Aber man sieht die fehlende Erfahrung. Für die Zukunft versprechen die Talente vieles, für die aktuelle Saison wäre etwas mehr Erfahrung von Vorteil. Hoffentlich kommen bald ein paar Spielerinnen wieder retour. Wenigstens kann man wieder auf Gurtner und Schneeweiß zurückgreifen! Die nächsten zwei Spiele werden sehr hart. Ein folgen zwei Auswärtsspiele bei SV Neulengbach und den SKN St. Pölten. Gerade gegen Neulengbach geht es darum, den zweiten Platz abzusichern, gegen die SKN kann man aktuell nur überraschen. Und nach diesen zwei Duellen folgt das nächste Wien vs. Niederösterreich Duell, aber dann zu Hause gegen den SV Horn, bevor es in die nächste Länderspielpause geht! Und als Schlusssatz möchte ich nur anmerken, dass die Austria Frauen von ihrer Topform weit entfernt sind und trotzdem nach 4 Runden ungeschlagen sind mit 3 Siegen und einem Remis! Forza Viola Girls!

 


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FORZA VIOLA aus Salzburg