AUSTRIA DAMEN - WACKER INNSBRUCK 6:1 (0:1) 
GRAFINGER 54' KRUMBÖCK 62' PIRECI 65' 79' BELL 84' WUCHER 85' bzw. KAWASAKI 38'
Länderspielpause bei den Herren bedeutet immer, dass die Länderspielpause bei den Mädels vorbei ist. In der dritten Runde der Planet Pure Frauenbundesliga empfingen unsere Austria Damen die Frauen vom Wacker Innsbruck. Coach Spilka schickte folgende Elf aufs Feld. Gurtner stand im Tor, in der Innenverteidigung waren Grafinger und Bell unterwegs, die Seiten wurden von Pototschnig und Stockhammer bearbeitet. Im zentralen Mittelfeld agierten Eberhardt, Karkac und Mädl, der Flügel war von Pireci und Slukova besetzt, die zentrale Spitze mimte diesmal Schneeberger. Auf der Bank waren Ersatztorfrau El Dahaibiova, Fiebiger, Krumböck, Wronski und Wucher!
Bei Regen und einem glitschigen Rasen hätten die Viola Girls das Spiel schnell auf Eis legen können. In den ersten 10 Minuten wurden drei riesiger Sitzer ausgelassen. Die Innsbruckerinnen, die stärker wirken wie im letzten Jahr machten es hinten dann besser und ließen nicht mehr allzu viele Chancen zu. Die vielen Standards, was unsere Mädels hatten, wurden an diesem Tage nicht sonderlich gut ausgenützt, besonders im ersten Durchgang. Es gab noch die eine oder andere Möglichkeit, man hätte gut und gerne 3-4 Tore erzielen können, wenn nicht müssen. Pech hatte man auch, als ein klarer Handelfmeter für unsere Mädels nicht gegeben wurde. Und die Ineffizienz sollte sich dann rächen. Die Gäste hatten genau eine große Chance im ersten Durchgang und der war drinnen. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld schalteten die Innsbruckerinnen schnell um, kamen am Flügel durch, der Ball wurde quergelegt und Kawaski erzielte in der 38. Minute den Führungstreffer für Wacker. Der Treffer zeigte Wirkung, denn bis zur Halbzeit konnte man sich nicht mehr wirklich fangen.
Die Halbzeitansprache von Spilka dürfte aber gefruchtet haben, denn die Viola Girls kamen topmotiviert zurück. Zuerst vergaben noch Pireci und Slukova ihre Chancen, dann krachte es aber und das mehrmals. Nach 53 Minuten entschied sich der Trainer, Karkac vom Feld zu nehmen und Krumböck als Stürmerin zu bringen. Bei der nächsten Aktion klingelte es dann, als ein Freistoß in den Strafraum flog, auf Umwegen zu Grafinger kam, diese aber dann den Ball trocken verwertete. Mit dem Ausgleich war die Spielkontrolle wieder da, doch es wurde dann 5 Minuten lang richtig heftig. Zuerst nahm sich Krumböck ein Herz und schoss aus 18 Metern einfach drauf. Durch den Nassen Boden rutschte der Ball unter die Hände der Torfrau durch und die Austria war in Führung. Dann meldete sich aber die Wacker Damen an. Zuerst erzielten sie den vermeintlichen Ausgleich, der zum Glück wegen Abseits nicht gegeben wurde und Gurtner musste dann noch zwei Mal retten. Doch Pireci stellte dann die Weichen auf den Sieg, als sie eine Hereingabe von Mädl perfekt ins Tor versenkte. Das geschah alles in drei Minuten. Danach beruhigte sich die Partie etwas. Die Gäste hatten noch zwei weitere Chancen, diese gingen aber vorbei und drüber,wie auch auf der anderen Seite. Eine weitere Szene mit einem Handspiel im Strafraum wurde wieder nicht geahndet, diesmal aber umkehrt. Somit glich sich die Ungerechtigkeit wieder aus. Nach 72 Minuten hatte Eberhardt ihre Arbeit getan und Wronski löste sie ab. Die endgültige Entscheidung brachte dann wieder Pireci, die einen Doppelpack schnürrte und somit nach drei Spieltagen fünf Tore erzielt hat. Slukova tankte sich auf der Seite perfekt durch, rannte der kompletten Abwehr davon und legte den Ball quer, wo Pireci nur mehr ins leere Tor einschieben musste. Danach war die Partie für Stockhammer erledigt und Wucher feierte ihr Comeback und wie. Es folgte dann noch ein Doppelschlag. Zuerst köpfte Bell wuchtig eine Hereingabe ins Tore und dann kam Wucher, die einen Stanglpass perfekt verwertete und gleich bei ihrem Comeback traf. Am Ende feierten die Viola Girls vor 70 Zuschauern (davon 30 Austria Abonnenten) einen verdienten 6:1 Kantersieg!
Es klingt blöd bei so einem Ergebnis, aber Wacker verkaufte sich stark, besonders Torfrau Pal hielt im ersten Durchgang überragend. Das Spiel hätte auch in eine andere Richtung lauf können. Die Moral unserer Mädels ist aber enorm, denn so dreht man ein Spiel! Witzig war es auch, dass Innsbruck in der zweiten Hälfte mehr Chancen hatte wie in der Ersten, aber eben kein Tor mehr erzielen konnten. Unsere Viola Girls ließen im ersten Durchgang die Effizienz vermissen, diese kam aber in der zweiten Halbzeit zurück und alles in allem ist der Sieg auch verdient. Somit behält man den zweiten Platz in der Tabelle und nächsten Sonntag geht es nach Bergheim, wo man die nächsten Punkte holen möchte!
FORZA VIOLA aus Salzburg