FK AUSTRIA WIEN - BREIDABLIK 1:1 (1:0)

 

DJURICIN 23' bzw. SIGURDARSON 47'

Es war endlich soweit. Mit der 3G Regel war ein Heimspiel wieder ohne Einschränkung im Stadion zu besuchen. Die Ost war überaus gut gefüllt. Hoffentlich bleibt das auch so für die weiteren Spiele. Auch die Stimmung war Gänsehautreif, auch wenn es den einen oder anderen Hänger, gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit gab. Doch die Tribüne zeigte immer wieder, welche Lautstärke möglich ist, wenn genug Leute vor Ort auch supportwillig sind. Die sehr junge Austria lief folgendermaßen auf: Pentz stand im Tor, die Viererkette bestand aus Schoissengeyr und Handl in der Mitte, Neuzugang Martins und Suttner verteidigten außen. Das zentrale Mittelfeld bestand aus Demaku, Fitz und Martel, über die Seiten kamen Fischer und Teigl, vorne stürmte Djuricin. Pichler, der in Spittal noch in der Startelf war, nahm vorerst auf der Bank Platz, dafür hatte Martins sein Debüt im violetten Trikot. Wimmer fehlt weiterhin verletzt.

Vorab muss man sagen, dass sich die Spieler wirklich zerreißen! Sie laufen, kämpfen, beißen. Das spielerische Element stimmt aber noch überhaupt nicht. Martins als Beispiel lief sich dumm und dämlich, hatte aber oft technische Probleme bei der Ballannahme bzw. Mitnahme. Hier wird die Mannschaft noch viel Zeit brauchen. Gerade, da die Automatismen nicht funktionierten, hatten die voll im Saft stehenden Isländer, die sich mitten in der Meisterschaft befinden, die Oberhand. Pentz musste mehrmals in der ersten Viertelstunde retten, sogar einmal mit einer Traumparade, als er einen Ball von der Linie kratzte. Glücklich war auch eine Attacke von Handl im Strafraum, wo die Pfeife des Schiedsrichters zum Glück stumm blieb. Aber auch die Austria erarbeitete sich einige Chancen. Fischer schoss über das Tor und sein Kopfball wurde vom Tormann parierte. Ein Martel Kopfball ging knapp drüber und eine Schoissengeyr Doppelchance wurde geblockt und gehalten. In dieser guten violetten Phase folgte auch der Führungstreffer. Fischer bediente Fitz, der eine Traumflanke in den Strafraum schoss, wo Djuricin sehenswert verwertete. Kurz darauf lief Djuricin allein auf das Tor, doch der Tormann konnte den Ballhalten. Kurz vor der Pause musste Pentz noch einmal einen Weitschuss parieren. Wir gingen mit einer 1:0 Führung in die Pause.

Auch im zweiten Durchgang waren die Isländer wacher nach dem Anpfiff. Mit dem ersten Angriff erfolgte der Ausgleich. Nach einem Anspielfehler schalteten die Isländer schnell um und Sigurdarson ließ Pentz keine Chance mit seinem Schuss ins lange Eck. Die Austria hatte nach einen genialen Pentz Abstoß eine gute Chance, wo Teigl durchlief, sein Stanglpass fand aber leider Djuricin nicht. Coach Schmid wechselte dann drei Mal. Für Fitz, Djuricin und Teigl kamen Grünwald, Pichler und Jukic ins Spiel. Es dauerte etwas, bis es wieder gefährliche Aktionen gab, doch ab der 70. Minute ging es dann wieder ordentlich rund. Zuerst wurde Grünwald bei einem Stanglpass klar im Strafraum gelegt, doch auch hier blieb die Pfeife stumm. Etwas später flankte Suttner auf die zweite Stange, dort köpfelte Grünwald nur Zentimeter neben das Tor. Pichler, Martel und Demaku scheiterten dann noch mit ihren Schüsse. In den letzten Minuten kam dann noch Keles für Demaku auf das Feld. In der Nachspielzeit hatten dann die Isländer nochmals die große Chance, deren Schuss ging ganz knapp neben das Tor und die letzte Chance hatte Martins mit einem Nachschuss, der aber neben das Tor ging. Am Ende stand ein leistungsgerechtes 1:1 auf der Anzeigetafel.

Der Stamm der Mannschaft dürfte stehen. Die Startelf mit Pichler, Grünwald, Jukic und Keles wird wohl auch so in den nächsten Wochen zu sehen, inklusive Neuzugang Mühl. Auch der eine oder andere YV Spieler wird seine Einsatzzeit bekommen. Die Leistung war nicht berauschend, man sieht, dass sie sich die Mannschaft noch finden muss. Aber der Einsatz und der Wille sind vorhanden. In diesem Duell ist gar nichts entschieden, auch wegen der nicht mehr vorhandenen Auswärtstorregelung. Der Gewinner der Partie in Island ist weiter. Am Sonntag geht es in Ried weiter, wo der Start in die neue Meisterschaft erfolgt. Eine Steigerung ist klar von Nöten, doch wir müssen uns darauf gefasst machen, dass es extreme Schwankungen in dieser Saison geben wird. Was aber auch heißen kann, dass es in den nächsten Spielen viel besser aussieht!


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FORZA VIOLA aus Salzburg