FK AUSTRIA WIEN - WSG TIROL 2:3 (0:2) 
TURGEMAN 52' MONSCHEIN 73' bzw. JEGGO(ET) 4' PRANTER 5' DEDIC 68'
Fangen wir mal mit dem Spiel an! Es klingt blöd, aber erstmals in den drei Duellen gegen die WSG war man 85. Minuten lang auf Augenhöhe. Nicht umsonst haben beide Mannschaften jetzt 12 Punkte, obwohl die WSG die Hälfte ihrer Punkte gegen uns holten! Aber der Start, der viel über die Mannschaft aussagt, hat uns das Spiel gekostet, denn der Rest war gar nicht mal so übel – obwohl es weiterhin von Gut auch weit entfernt ist. Ilzer ließ die Aufstellung so, wie gegen St. Pölten, wo man ganz bitter einen Sieg verpasste, der so wichtig gewesen wäre. Was aber in Minute 4-5 in die Mannschaft gefahren ist, kann sich wohl keiner erklären. Zweimal raste eine Flanke in den Strafraum. Zuerst köpft Jeggo den Ball selbst in Tor, danach sah die Verteidigung zu, wie Pranter auf das Tor köpfelte, Lucic konnte noch abwehren, der Nachschuss war aber drinnen. Hier tat irgendwie keiner was und man startete mit einem 0:2 in die Partie. Nach gut zehn Minuten fingen sich die Veilchen und waren auch auf Augenhöhe. Klar hatten die Gäste auch ihre Chancen, doch auch die Veilchen arbeiten sich welche raus. Monschein, Fitz und Turgeman vergaben gute Chancen, so stand es zur Pause 0:2. Nach der Pause blieb das Spiel auf Augenhöhe. Zuerst vergab Dedic die große Chance aufs 0:3, doch er erwischte die Kugel nicht. Dann kam mal ein guter flacher und scharfer Pass in die Mitte, wo Turgeman den Ball ins lange Eck hämmerte zum 1:2. Es wirkte kurz so, als wäre das Momentum auf der Seite der Austria, doch das Gefühl war schnell wieder vorbei. Denn nun kam Dedic an den Ball und machte das 1:3. Die Veilchen gaben sich aber nicht auf, der eingewechselte Sax setzte nach, luchste Oswald den Ball ab, flankte in die Mitte und Monschein machte das 2:3. Es war auch Monschein, der einer Aktion statt zu schießen den Tormann umkurven wollte und so eine große Chance ausließ und Edomwonyi vergab noch zwei weitere Möglichkeiten. Ein Punkt wäre drinnen gewesen, wären die ersten fünf Minuten nicht gewesen, hätte auch der Sieg eingefahren werden können, so steht man aber wieder wie die Deppen der Nation da und das obere Play Off wird sehr schwierig werden.
Nun zum Thema Boykott. Jeder Fan hat das Recht seinen Unmut Ausdruck zu verleihen. Es ist auch kein Fan gezwungen zu Supporten oder ein Transparent aufzuhängen. Und es darf jeder boykottieren, der es will. Die Frage ist aber, ob man sich damit selbst was Gutes antut. Die Message an dem Verein und die Mannschaft wurde gesendet und kam wohl auch an. Egal wie die finanzielle Lage des Vereins aktuell ist, ein Boykott ändert nichts daran. Und man steht als Fan auch in den ganz schwierigen Zeiten hinter dem Verein. Außerdem kommen viele Leute wegen der Stimmung ins Stadion, wegen dem schönen Spiel unserer Mannschaft wirkt aktuell so gut wie keiner den Gang ins Stadion machen. Also stellt sich hier die Frage, ob man sich damit nicht die eigenen Fans noch mehr vergrault? Meiner Ansicht nach wäre ein Support für die Mannschaft wichtig – aber jeder kann die Sachlage sehen wie er will und danach handeln. Ich hoffe nur, dass ein kaltes ruhiges Stadion nicht die Zukunft der Wiener Austria ist! Sonst kann man nicht mehr viel sagen, außer dass das Gefühl an LASK auswärts nächste Woche kein Gutes ist! Aber irgendwann muss auch mal wieder was Positives passieren…
FORZA VIOLA aus Salzburg