FK AUSTRIA WIEN - WSG TIROL1:1 (0:1) 
DJURICIN 80' bzw. VRIONI 45+3'
VAR Chaos in Wien Favoriten. War es in Ried nur ruhig, was dem Video Assistant Referee angeht, so gab es beim ersten Spiel ein richtiges Chaos mit dem neuen Tool, das dem Fußball eigentlich fairer machen sollte. So wurden gestern die Grünen absolut bevorzugt und wir bei diesem Spiel definitiv benachteiligt. Doch fangen wir von vorne an. Coach Schmid brachte folgende Elf aufs Feld. Pentz stand im Tor. Suttner und Debütant Ivkic verteidigten außen, Mühl und Schoissengeyr innen. Das Mittelfeld bestand aus Demaku, Martel und Grünwald zentral. Fischer und Fitz kamen über die Seiten. Die Solospitze bestand aus Pichler.
Die Austria zeigte ein ganz anderes Gesicht wie am Donnerstag in Island. Sofort übernahm man die Spielkontrolle und diesmal arbeitete man sich auch Chancen heraus. Pichler schoss nach einen Tänzen knapp über die Latte. Grünwald rutschte bei einer Fitz Hereingabe knapp vorbei, Schoissengeyr scheiterte mit einem Kopfball und ein Fitz Schuss wurde gehalten. Die Tiroler hatten die einzige nennenswerte Chance durch Petsos, der allein vor Pentz an den Ball kam und diese doch deutlich neben das Tor schoss. In der 40. Minute machte dann der Schiedsrichter einen klarer Fehler. Tormann Oswald stürmte raus, Fischer war vor ihm am Ball und Oswald traf Fischer. Dieser lief aber weiter. Eigentlich war der Austria Flügelspieler allein auf den Weg zum leeren Tor, da kam ein Pfiff. Der Schiedsrichter entschied auf Foul von Fischer – eine klare Fehlentscheidung. Eigentlich hätte er die Szene fertig laufen lassen müssen und dann auf die VAR Bewertung warten müssen. So klaute er der Austria eine klare Chance. Noch dazu kommt, dass es eine klare Fehlentscheidung war. Der VAR hätte wenigstens einschreiten und dem Schiedsrichter mitteilen müssen, dass es ein Foul von Oswald war. Somit wäre es eine Verhinderung einer klaren Torchance gewesen und das wäre die rote Karte gewesen. Somit wurde hier die Austria doppelt hintergangen. Doch dem ganzen nicht genug. Ivkic passierte ein Handspiel im Strafraum, was der Schiedsrichter übersah. Es dauerte aber über zwei Minuten, bis der VAR es meldete. Dann gab es Elfmeter. Dieser war unstrittig. Aber man stelle sich vor, die Austria hätte in diesen zwei bis drei Minuten ein Tor erzielt. Was das mental bedeutet hätte? Außerdem muss der Check bei der nächsten Spielunterbrechung gemeldet werden, damit das Spiel angehalten wird, damit so eine Situation, wie gerade beschrieben, nicht passieren kann. Doch es folgte erst bei der zweiten Unterbrechung. Den Elfmeter gab es trotzdem und Vrioni verwandelte ihn souverän zur 0:1 Pausenführung der Gäste.
Im zweiten Durchgang hatten die Tiroler überhaupt keine Chance mehr, die Austria hingegen genug. Besonders bitter war hier wieder VAR. Fitz war allein aufs Tor unterwegs, wurde gelegt. Hier griff der VAR wieder nicht ein und das Spiel lief weiter. Wieder wäre es eine Verhinderung einer klaren Torchance gewesen und somit wieder rot. Es war an diesem Abend wirklich bitter. Chancen für den Ausgleich und den Sieg gab es genug. Ein Fitz Schuss ging knapp über die Latte. Der eingewechselte Djuricin traf gleich zwei Mal die Stange. Jukic, ebenfalls eingewechselt, prüfte den Tormann, doch dieser drehte die Kugel über das Tor. Djuricin schoss ein Tor, was der VAR – zurecht – wegen Abseits zurücknahm. In der 80 Minute dann die Erlösung. Die WSG war sich uneinig in der Verteidigung. Der Tormann stürmte raus, der Verteidiger köpfte den Ball an ihm vorbei. Djuricin war gedankenschnell und schoss die Kugel ins leere Tor. In der Nachspielzeit hatte dann noch Djuricin die große Chance auf den Sieg durch einen Kopfball, doch dieser ging leider drüber. Außerdem hatte noch Keles eine gute Chance, sein Schuss landete aber am Dach des Tores und nicht darin. So endete die Partie mit 1:1.
Schon das Spiel in Ried hätte die Austria nicht verlieren dürfen. Dort war man klar tonangebend, aber hat die Torchancen nicht rausgespielt. Heute hatte man sie nicht genutzt und wie oben beschrieben ist der VAR noch nicht wirklich fair in unserer Bundesliga. Statt mit möglichen 4 bis 6 Punkten stehen wir mit einem da und nächste Woche geht es nach Salzburg, wo man wohl gar nichts holen kann. Also ist die nächste Chance auf einen Dreier das Heimspiel gegen Klagenfurt. Im Cup haben wir übrigens Kapfenberg auswärts gezogen. Kein einfaches Los, aber trotzdem machbar.
FORZA VIOLA aus Salzburg