TSV HARTBERG - FK AUSTRIA WIEN 2:2 (1:0)

REP 45' KLEIN(ET) 81' bzw. KLEM(ET) 51' MONSCHEIN 67'

Es will einfach nicht sein, dass es bei der Austria mal normal läuft. Man spielte nicht schlecht, aber auch nicht gut. Eher brav, eigentlich zu brav. Und trotzdem hatten man die besseren Chancen. Und wenn’s nicht läuft, dann kommt noch ein Muckenhammer und prägt die Partie mit seinen Fehlentscheidungen. Wenn man es vergleicht, könnte man sagen, dass man die Austria mit Mittelmaß der österreichischen Bundesliga angekommen ist und ein Schiedsrichter Muckenhammer mit seinem Team auf 2. Klasse Süd Reserveliga Niveau herumpfeift. Aber alles von Anfang an. Lucic stand wieder im Kasten, Palmer Brown spielte erstmals in der Innenverteidigung mit Jarjue, auf den Außen waren Cavlan und Klein unterwegs. Das dreier Mittelfeld bestand aus Ebner, Serbest und Grünwald, auf den Seiten stürmten Prokop und Fitz, den Neuner mimte Monschein.

Im Spiel 1 nach Fritz Duras, was ein komisches Gefühl war, aber es gab die Trauerbekundungen auf den Fanseiten, agierten die Austria etwas zu lasch. Man stand gut, doch man bewegte sich ohne Ball einfach nicht. Man sah es perfekt von der Seite, dass jeder nur auf seiner Position wartete angespielt zu werden und erst dann läuft man. Anstatt man sich ohne Ball bewegt und somit Löcher in die Abwehr reißt. Das zeigt das mangelnde Selbstvertrauen. Aber man versuchte mit Tempowechsel im Stand eine Art Kombinationsfußball aufzuziehen, was sogar manchmal funktionierte. So lief Monschein alleine aufs Tor, übersah Grünwald der in der Mitte blank stand, schoss selbst, traf aber das Tor nicht. Die einzige Chance für Hartberg war keine. Ein Rückpass wurde von Lucic scharfgemacht, da er den Ball nicht traf, er kullerte aber neben das Tor. Es hätte dann einen Elfmeter für die Austria geben müssen, da Monschein klar von Klem gehalten und nach hinten gezogen wurde bis er fiel, die Pfeife blieb stumm – erste Fehlentscheidung. Es war schon fast Pause, da schoss Rep einfach aus 30 Metern mal drauf und sein Schuss landete im langen Eck. Ohne, dass Hartberg sich eine Chance rausgespielt hatte, lagen sie 1:0 vorne zur Pause.

Im zweiten Durchgang wurden die Austrianer aber besser und auch mutiger. Es war noch lange nicht gut, aber nun rannte sie auch ohne Ball etwas mehr und versuchten einige Sachen. So setzte sich Grünwald auf der Seite durch, spitzelte den Ball in den Strafraum, es folgte ein Pass in die Mitte wo Klem den Ball selbst ins Tor reinschoss. Der Ausgleich war da. Doch Hartberg war nun auch besser und hatte gute Chancen. Lucic hielt einen Weitschuss von Rep und ein Schuss ging knapp vorbei. Doch die Austria ging in Führung. Gefühlt jede Flanke ging an die zweite Stange, wo nie jemand stand. Doch plötzlich war dort Ebner, der brachte den Ball wieder zur Mitte, Klein schoss einen Hartberger ab, der Ball ging auf Monschein und er köpfelte ihn rein. Die Austria war vorne und drückte auf den Sieg und dann kam Muckenhammer. Die Austria kombinierte sich gut durch, Ebner legte den Ball in den Rückraum und Grünwald schoss das 1:3. Doch plötzlich war es Abseits, weil vor dem Schuss Monschein am Tormann vorbeigelaufen ist. Dieser hatte aber nie im Leben eine Sichtbehinderung, da er auch auf Monschein überhaupt nicht reagiert hatte – krasse Fehlentscheidung. Im Gegenzug folgte ein Konter, ein Laufduell mit dem starken Palmer Brown, der im Laufen den Spieler an der Schulter berührte. Es folgte ein Pfiff, es gab Elfmeter und Rot für Palmer Brown – und daran war einfach alles falsch. Erstens war es kein Foul, gerade mit der Tatsache, dass die Aktion von Klem im ersten Durchgang ums hundertfache Wilder war, was nicht gepfiffen wurde. Dann war das angebliche Foul vor dem Strafraum, also kein Elfmeter und die Rote Karte muss er mir auch erklären, da es keine Ballkontrolle des Hartberger Spielers gab, somit war es auch keine Torchancenverhinderung. Trotz dreifachen Fehlpfiffes gab es den Elfmeter und Lucic hielt ihn. Doch die Führung war dann doch davon. Hartberg drückte in Überzahl natürlich und eine Hereingabe wurde von Klein ins eigene Tor gelenkt, das nächste Eigentor und natürlich sehr bitter. Man sah dann, das Hartberg den Sieg wollte und die Austria nur mehr den Punkt nach Hause bringen wollte. Glück hatte man in der letzten Situation, als ein Kopfball von Lucic über die Latte gedreht wurde, doch beim Kopfball foulte Grünwald den Hartberger klar. Gott sei Dank hat Muckenhammer keinen Greul gegen die Austria, sondern er ist einfach nur ein mieser Schiedsrichter, denn er übersah auch dieses Foul zum Glück. Am Ende blieb es beim 2:2, mit dem man als Austrianer einfach nicht zufrieden sein kann.

Hartberg muss man einfach ein Lob aussprechen, sie spielen genau das, was sie können, aber das mit Überzeugung und sie waren vom sportlichen her nicht viel unterlegen. Die Austria spielte besser, aber noch lange nicht das was sie sollte. Man hätte im ersten Durchgang in Führung gehen sollen. Und dass man sich auch ohne Ball bewegen soll, dass sollten die Spieler baldigst kapieren. Das dann noch der Möchtegern Schiedsrichter Muckenhammer kommt, dir einen Elfer verweigert, dir das 1:3 verweigert, dir einen Spieler wegnimmt und den Gegner einen Elfer schenkt, ist dann natürlich die Kirsche auf dem versauten Sonntagseis! Da macht auch der nicht gegebene Elfer für Hartberg am Schluss nichts mehr gut. Wenn es Scheiße läuft, kommt das Pech halt auch noch dazu. Aber wenigstens geht man nicht mit leeren Händen nach Hause. Die Optimisten würden jetzt sagen, einen Punkt dazu gewonnen, drei Spiele in der Liga ungeschlagen und man hatte Schiedsrichterpech. Pessimisten jammern einfach weiter, wie schlecht wir nicht sind und Realisten haben gesehen, dass es eine Steigerung gab, diese aber noch lange nicht genug war. Am nächsten Sonntag folgt dann das Heimderby und das darf auf gar keinen Fall verloren werden. Und wir können nur auf einen Schiedsrichter hoffen, der auch weiß, was er eigentlich zusammenpfeift. Am Ende muss aber noch ein RIP Fritz Duras kommen – wir werden dich vermissen und nie vergessen und ein Austria Spiel ohne dich neben dem Feld, ist einfach nicht das Gleiche. Mach es gut unser Freund!



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FORZA VIOLA aus Salzburg