INTERVIEW MIT ROBERT ALMER

20.09.2010

 

Nachdem Cup Double Feature am Wochenende blieb Hungry von den Lungauer Veilchen in Wien um einige Interviews mit den Spielern zu führen. Am Montag stellten sich Michael Liendl und Robert Almer den Fragen der Salzburger FAK Fans. Nachdem Nachmittagstraining traf man sich im Pub, wo zuerst Michael Liendl interviewt wurde und danach Robert Almer. In einer netten und lustigen Athmosphäre nahmen sich beide Spieler die Zeit, die Fragen sehr ausführlich zu beantworten und luden Hungry mit den zwei "Mitbringsel" von dem Pazzo Violettas (Deepviola und Witti) auf die Getränke ein. Hier das Interview mit Robert Almer:

Hungry: Wie würdest du deine aktuelle Situation bei der Austria einschätzen?

Robert Almer: Ich habe jetzt einmal zwei Spiele gespielt. Die Situation kann ich selbst schwer einschätzen. Heinzi hat anfangs gespielt und das sehr gut. Jetzt ist er leicht verletzt und ich kam an die Reihe. Wie man auch bei Heinzi gesehen hat, kann es im Fußball ganz schnell gehen und ich mache mir da keinen Stress und denke gar nicht darüber nach. Ich versuche einfach meine Leistung zu bringen.

Hungry: Dein Vertrag läuft im Sommer aus. Bist du gewillt den Vertrag zu verlängern und dir deinen Stammplatz zurückkämpfen?

Robert Almer: Gespräche mit der Austria hat es noch keine gegeben. Ich schätze mal, dass es im Winter oder im Frühjahr welche geben wird. Ich möchte mich jetzt noch nicht festlegen, das ist noch zu weit entfernt, aber in Österreich hat für mich die Austria absoluten Vorrang, den eine bessere Adresse gibt es in Österreich nicht. Doch wenn ich eine Chance hätte ins Ausland zu gehen, dann würde ich die vielleicht nützen, da ich im richtigen Fußballalter dafür bin.

Hungry: Du bist im besten Tormannalter und hast dir mittlerweile auch einen guten Namen erarbeitet. Wie sieht dein persönliches Ziel in den nächsten 10 Jahren aus?

Robert Almer: In 10 Jahren hätte ich gerne die Pension (lacht). Wie schon gesagt, im Fußball geht es schnell. Ich würde gerne einmal in der Premier League spielen, aber dort hin zu kommen ist schwer. Mein Ziel ist es, dass ich dauerhaft spiele und dann natürlich auch im Nationalteam berücksichtigt werde, das wäre mir wichtig.  

Hungry: Was haltest du von der Farbe Rosa?

Robert Almer: (lacht). Ja wegen dem Trikot. Es hat die Möglichkeiten Schwarz, Gelb, Grau Rosa oder Blau Grün gegeben. Blau hatte ich im letzten Jahr und heuer ging es mehr ins Grüne, da wollte ich das nicht mehr. Safar hat seit Jahren das Graue Trikot, Heinzi hat sich das Gelbe geschnappt, was ich selbst aber ehrlich gesagt nicht haben wollte, denn Gelb passt nicht zu mir (lacht). So hatte ich die Auswahl zwischen Schwarz und Rosa und da habe ich mich für Rosa entschieden, auf die Hoffnung, dass ich ein Privatsponsering von T-Mobile bekomme (lacht). Aber da hat sich bis jetzt leider niemand gemeldet.

Hungry: Und wie gefällt dir dein neuer Spitzname „ Pink Panther“?

Robert Almer: Nachdem das Dress Rosa ist, war es logisch das es kommen wird. Besser man hat einen Spitznamen, als man hat keinen. Ich habe damit kein Problem.

Hungry: Du und Sutti seit beste Freunde laut ihm. Wie kam es zu dieser besonderen Freundschaft?

Robert Almer: Wir kennen uns seit 2005, da haben wir bei den Amateuren zusammengespielt. Als ich zurückkam, war er der einzige, was ich von damals noch kannte. So haben wir uns ins gleiche Zimmer gelegt und so haben wir eine gute Freundschaft aufgebaut. Im Winter werden wir wahrscheinlich gemeinsam in Urlaub fahren.

Hungry: Wie sieht das private Verhältnis mit der restlichen Mannschaft aus?

Robert Almer: Am meisten Kontakt hab ich zu Sutti, aber die ganze Mannschaft versteht sich super. Alle sind relativ jung und es gibt keinen Außenseiter bei uns. Wir treffen uns wieder öfter Privat, gehen Essen, Kart fahren und so weiter. Es passt sehr gut

Hungry: Warum hat die Austria Wien immer so gute Torleute?
Robert Almer: Das ist schwer zu beantworten. Einerseits hat die Austria eine sehr gute Ausbildung in der Jugendakademie und in der Vergangenheit haben sie auch sehr gute Tormänner verpflichtet. Ich denke hier an Franz Wohlfahrt, Joey Didulicia und noch einige andere, die richtige Legenden sind. Als Verein muss man ein Talent haben, solche Tormänner entweder zu finden und zu verpflichten oder auszubilden.

Hungry: Was haltest du von der Derbytheorie, das wir deshalb kein Gegentor bekommen haben, weil unser Supergoalie blonde Haare und blauen Augen hat und dazu noch ein Rosa Trikot anhatte und sich deshalb kein Grüner zu nahe in den Strafraum gewagt hat?

Robert Almer: Wenn das wirklich so war, kann ich damit gut leben (lacht). So lange wir kein Tor kriegen und dazu noch im Hanappi gewinnen, ist das OK. Die Leistung der Mannschaft war kämpferisch extrem gut und zum Glück konnten wir mit dieser tollen Leistung den Sieg über die Zeit bringen.

Hungry: Torleute sind anders. Inwiefern bist du anders?

Robert Almer: Das ist eine gute Frage. Aber wenn du ein Tormann bist, dann musst du etwas an der Klatsche haben. Wer lässt sich schon freiwillig aus fünf Metern abschießen (lacht). Zum Beispiel Joey Didulica war ein positiver Verrückter, von dem war ich begeistert. Er wollte alles gewinnen und hat er die Bälle nicht bekommen, dann hat er eben die Spieler umgeschnitten (lacht). Nein, so schlimm war es nicht, aber hat sich Respekt verschafft. Und wenn die eigenen Spieler und auch der Gegner Respekt vor dir hat, dann tun die sich um einiges schwerer, dir ein Tor rein zu machen.

Hungry: Was bedeutet für dich die Austria Wien?

Robert Almer: Für mich war die Austria die erste Profistation. Das ist für einen Spieler immer etwas sehr positives. Ich bin mit 18 Jahren von Sturm zur Austria gekommen, bei Sturm stand ich zwar auch schon mal im Kader, aber bei der Austria war ich auch wirklich im Profikader. Ich bin nun mehr wie 6 ½ Jahre bei der Austria und deshalb verbinde ich sehr viel mit dem Verein. Ich wohne auch hier in der Nähe und somit ist auch die Gegend wichtig für meine Familienplanung.

Hungry: Wie sieht das Tormanntraining so aus und was ist härter, Spielertraining oder Tormanntraining?

Robert Almer: Für mich als Tormann ist natürlich das Spielertraining anstrengender, weil ich das nicht gewöhnt bin. Aber in der Vorbereitung ist mein Training um einiges anstrengender wie das auf dem Feld. Wenn die Spieler zu mir sagen, ich mache nichts (grinst), dann kontere ich immer und sage, dass die Spieler einmal eine Tormannvorbereitung machen sollten, dann bin ich gespannt ob sie in der Früh aus dem Bett kommen (lacht).

Hungry: Wie findest du die Fans der Wiener Austria?

Robert Almer: Ja sehr gut. Ich kenne noch die alte West, das war es schon richtig laut. Doch seit wir die Ost haben, ist es noch viel lauter. Ich denke so an letztes Jahr gegen Novi Sad, das war eine Wahnsinnsstimmung, oder beim 3:2 Sieg gegen Red Bull, wo Momo in der letzten Minute das Siegestor geschossen hat, da hatte ich richtig Gänsehaut bekommen. Das sind schon geniale Augenblicke und so etwas vergisst man als Spieler nicht.

Hungry: Du träumst ja bekanntlich nur von deiner Frau? Aber welche Träume hast du noch in deinem Leben.

Robert Almer: Sportlich habe ich einen Traum, ich möchte einmal in England spielen. Doch wie schon gesagt, dass wird sehr schwierig. Privat habe ich derzeit eine kleine Familie mit meinem Hund, ich möchte aber auch Kinder haben. Das hat allerdings ein paar Jahre Zeit, denn so Alt bin ich noch gar nicht (lacht)

Hungry: Was ist deine Lieblingsfarbe?

Robert Almer: Du willst, das ich jetzt Rosa sage (lacht). Eigentlich blau. Aber wie gesagt, ich lege mich da nicht fest. Wenn Rosa In ist, dann nehme ich das auch,

Hungry: Was treibt ein Robert Almer Privat?

Robert Almer: Ich gehe mit meinem Hund spazieren und sonst betreibe ich etwas Sport wie Radfahren und so etwas. Ich treffe mich auch gerne mit Freunde und ich werde jetzt dann einen spanisch Kurs machen, damit ich meinem Kopf auch etwas fordere.

Hungry: Wie heißt dein Dalmantiner?

Robert Almer: Mosbe

Hungry: Wie bei Hotel Zack & Cody?

Robert Almer: Nein, ich kenne die Serie nicht. Aber mir wurde schon einmal gesagt, dass es da so eine Serie gibt, so ein Mosbe mitspielt.

Hungry: Wie lautet dein Lieblingswitz?

Robert Almer: Für Witze bin ich nicht zu haben, die vergesse ich schon wieder nach Minuten.

Hungry: Beschreibe dich mit einem Wort

Robert Almer: Ehrgeizig

Hungry: Was war dein schönstes Erlebnis?

Robert Almer: Eindeutig meine Hochzeit. Und Sportlich war es natürlich der Cupsieg, da das mein erster Titel war, wo ich auch auf dem Feld im Einsatz war. Das war ein wunderschöner Tag. Ich habe zwar schon mit der Austria einen Meistertitel gewonnen, wo ich im Kader stand, aber so lange ich nicht spiele, sehe ich das nicht als ein Titel von mir an.

Hungry:  Gibt es noch irgendetwas, was du uns salzburgerischen Austria Fanatikern sagen willst?

Robert Almer: Das ihr alle zahlreich zu den Spielen erscheint und uns brav unterstützt.

Hungry: Danke fürs Gespräch

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