INTERVIEW MIT FABIAN KOCH

10.02.2011
Der Frühjahrsstart nähert sich immer weiter und zwei Tage vor dem Heimspiel gegen Ried stellten sich Fabian Koch und Patrick Salomon den Fragen der Lungauer Veilchen. Nach dem Training kamen beide ins Viola Pub und beantworteten alle Fragen mit Ruhe und sehr ausführlich. Hier das Interview des sympatischen Tiroler:
Hungry: Willkommen in der violette Familie, Fabian. Bist du froh, dass du hier bist?
Fabian Koch: Ja sehr. Ich bin echt froh, dass es geklappt hat und ich habe mich gut eingelebt.
Hungry: Der Weg zur Austria hat sich wie ein zäher Kaugummi gezogen. Wie waren die Verhandlungen für den Wechsel aus deiner Sicht?
Fabian Koch: Ich hab damit nicht viel damit zu tun gehabt, eher mein Manager. Einig war ich im Sommer mit der Austria, aber die Vereine nicht. Kurz vor dem Ende der Herbstmeisterschaft wurde es dann konkret und ich habe gesagt, dass ich gleich wechseln will und dann hat es gepasst.
Hungry: Jetzt trägst du das violette Trikot. Aber musste es die Nummer 30 sein?
Fabian Koch: Es waren nur mehr 3 Nummer zu haben. Die 24, die 25 und die 30. Die Nummer 30 hat mir am besten gefallen. Mir ist erst danach aufgefallen, was das bedeutet. Aber jetzt kann ich es leider nicht mehr ändern. Ich weiß aber, dass auf dieser Nummer ein großer Druck lastet.
Hungry: Mit welchen Zielen bist du nach Favoriten gekommen?
Fabian Koch: Das war der nächste Schritt in meiner Karriere. Ich will mich hier jetzt entwickeln und schauen, dass ich Stammspieler werde.
Hungry: Die Konkurrenz an der rechten Seite ist stark. Was sind deine Stärken, mit denen du uns Fans in nächster Zeit hoffentlich verzaubern wirst?
Fabian Koch: Meine Stärke ist eindeutig der Flügel. Ich bin Schnell, hab ein gutes Dribbling und kann auch gut Flanken. Ich hoffe, dass ich viele Assits und hoffentlich auch das eine oder andere Tor beisteuern kann.
Hungry: Was sind deine Ziele für das Frühjahr und was willst du generell bei der Austria erreichen
Fabian Koch. Mein Ziel ist es, dass ich soviel wie möglich spielen kann und Praxis sammeln werde, damit ich mit weiterentwickle. Ich will natürlich auch Meister werden, den Cup gewinnen und natürlich auch in der Europa League so weit wie möglich kommen (lacht). Aber mit dem dritten Platz in der Meisterschaft gebe ich mich nicht zufrieden.
Hungry: Auf was freust du dich am meisten bei der Austria?
Fabian Koch: Gefallen tut mir das hier alles sehr. Die Mannschaft, das Umfeld und generell das Gesamtbild ist hier wirklich super. Auf das Derby freue ich mich auch schon sehr. Es war schon ein super Feeling mit Wacker gegen Rapid zu spielen, da war das Stadion ausverkauft und die Stimmung aufgeladen. Das wird mit der Austria sicher noch viel interessanter werden.
Hungry: Was wäre dein Wunschgegner für das 100 Jahr Jubiläum?
Fabian Koch: Ich würde gerne gegen Barcelona spielen, aber die Frage ist, wie wir gegen eine so gute Mannschaft aussehen werden.
Hungry: Erzähl uns was aus deiner Zeit vor und während den Aufstieg bei Wacker Innsbruck, bevor du die Medienpräsenz und die Aufmerksamkeit der Austria auf dich gezogen hast
Fabian Koch: Ich habe die komplette Tiroler Ausbildungsschiene durchgemacht. Das BNZ bis zur U19. Am Schluss durfte ich dann auch schon bei der Kampfmannschaft mittrainieren, das war im Abstiegsjahr. Einmal war ich in dieser Saison sogar auf der Ersatzbank. Ich war ein Kooperationsspieler vom SV Natters und nach dem Abstieg haben sie mir einen Vertrag angeboten. Im ersten Jahr habe ich bei den Amateuren gespielt, das war das erste Jahr der Amateure in der Tiroler Liga. Da sind wir Meister geworden und haben sogar einen Punkterekord geholt, da waren wir richtig gut. Man muss aber auch sagen, dass die Tiroler Liga nicht besonders gut ist. Und dann bin ich in der Adeg Liga Vizemeister und dann auch Meister geworden, aber das wisst ihr ja schon.
Hungry: Welche Bedeutung hat für dich Tradition und das Geld im Fussball?
Fabian Koch: Die Tradition hat eine sehr große Bedeutung für mich. Das liegt auch an den Fans, denn die Traditionsklubs haben gute Fans und ohne die Fans wäre der Fussball einfach nichts. Und das Geld ist ein schöner Nebeneffekt, obwohl ich glaube, dass noch kein Fussballer wegen des Geldes zum spielen angefangen hat.
Hungry: Du hast nun einige Trainingseinheiten unter Daxbacher absolviert. Wie findest du das Training bei der Austria und gibt es unterschiede zu der Trainingsart von Walter Kogler?
Fabian Koch: Mir gefällt das Training bei der Austria sehr gut. Es wird sehr viel Wert auf Balltraining und Passübung gelegt. Das ist der Unterschied zu Wacker. Wir haben zwar auch einiges mit dem Ball trainiert, aber die Taktik und der Zweikampf war das Hauptaugenmerk bei Wacker Tirol.
Hungry: Hat dir Walter Kogler als Ex Veilchen den Wechsel zu uns befürwortet, oder wollte er dich unbedingt behalten?
Fabian Koch: Na ja, er wollte mich schon behalten, aber er hat mir gratuliert und mir alles Gute gewünscht.
Hungry: Was ist dein Lieblingsverein im Ausland, wo du dir vorstellen könntest zu spielen
Fabian Koch: Barcelona.
Hungry: Wo siehst du dich in den nächsten Jahren?
Fabian Koch: Ich habe jetzt noch einen 2 ½ Jahresvertrag mit Option bei der Austria. Die nächsten Jahre werde ich sicher hier sein. Aber die deutsche Bundesliga interessiert mich derzeit sehr viel. Vielleicht geht es sich einmal aus, dass ich dort spielen kann.
Hungry: Was treibt ein Fabian Koch so Privat?
Fabian Koch: (Patrick Salomon macht merkwürdige Handbewegungen und lacht dabei). Ich spiele sehr gerne mit der Playstation, aber nicht FIFA, weil da bin ich nicht so gut. Dann schaue ich noch gerne Fernsehen und treffe mich gerne mit Freunden und Kollegen. (Danach fragte Fabian, was Patrick gezeigt hat, er quittierte es mit einem lächeln und meinte „nichts“)
Hungry: Wie gefällt dir Wien und hast du dich schon eingelebt?
Fabian Koch: Wien gefällt mir sehr gut. Meine Schwester wohnt schon seit 10 Jahren hier und auch meine Cousine ist hier in Wien. Mit gefällt diese Stadt, hier taugt es mir zu wohnen und deshalb bin ich auch hier her gekommen.
Hungry: Was war deine größte Jugendsünde?
Fabian Koch: Ich bin ein braver Tiroler Bua.
Hungry: Hast du ein Vorbild oder eine Lebensweisheit nach der du lebst?
Fabian Koch: Ich habe kein Vorbild und keine Lebensweisheit.
Hungry: Wenn du heute kein Fussballprofi sein würdest, wo würde man dich anfinden?
Fabian Koch: Dann wäre ich ein Student. Früher wollte ich Medizin studieren, heute würde ich eher in Richtung Volkswirtschaft gehen. Aber das hat sich dann mit dem Fussball sowieso zerschlagen.
Hungry: Beschreibe dich mit einem Wort
Fabian Koch: Einzigartig
Hungry: Willst du uns salzburgerischen Austria Wien Fanatikern noch was sagen?
Fabian Koch: Ich würde gerne mit euch die Meisterschaft feiern.