INTERVIEW MIT ANDREAS TIFFNER

21.09.2010

 

Am Dienstag nach dem Abschlusstraining der Wiener Austria hatte unser Hungry die Ehre ein Interview im Viola Pub mit Andreas Tiffner zu führen. Er nahm sich Zeit alle Fragen von uns und den anderen anwesenden im Pub ausführlich zu beantworten. Hier das Interview:

Hungry: Du hast bis jetzt einige Einsätze in der Kampfmannschaft und bei der Amateurmannschaft gehabt. Siehst du dich eher als KM Spieler oder Amas Spieler ?

Andreas Tiffner: Es ist ein Zwischendrin. Ich bin zwar im Kader der Profimannschaft, brauche aber noch Einsätze, deshalb ist es super, wenn ich bei den Amateuren spielen kann. Früher oder später möchte ich mich aber schon durchsetzen und fix in der Kampfmannschaft spielen. Trainieren du ich bei der Kampfmannschaft, außer ich spiele bei der Amas, dann bin ich dort beim Abschlusstraining dabei.

Hungry: Wie genau bist du zur Austria gekommen?

Andreas Tiffner: Das war eine sehr spontane Sache. Ich war im Urlaub und als ich zurück gekommen bin, hat mein Manager mich angerufen und gesagt, dass ich ein Angebot von der Austria vorliegen habe. Dann bin ich nach Wien gefahren, habe mir alles angeschaut und habe dann auch sofort unterschrieben.

Hungry: Du warst in der Red Bull Akademie und hast auch bei den Juniors einige Einsätze gehabt. Was sind die gröbsten Unterschiede zwischen der Jugendarbeit von Red Bull und der Austria

Andreas Tiffner: In Salzburg sind die Verhältnisse super. Was früher Stronach mit der FSA hatte, den Status hat nun Red Bull. Über die Jugendarbeit von der Austria kann ich wenig sagen, da ich die Jugend hier nicht verbracht habe und in meiner kurzen Zeit bei der Austria die Jugendarbeit noch nicht begutachten konnte. Aber ich habe damals mit der Red Bull Akademie gegen die FSA gespielt, unter anderem gegen Dragovic, der ist in meinem Jahrgang.

Hungry: Welches Ziel verfolgst du bei der Austria?

Andreas Tiffner: Ich möchte bei der Austria Stammspieler werden. Ich habe einen zwei Jahres Vertrag mit Option. An die Zukunft denke ich noch nicht, ich möchte mich jetzt einmal bei der Austria durchsetzten, was aber auch jeder andere will. Also leicht wird es nicht.

Hungry: Wie ist dein erster Eindruck von den Austria Fans?

Andreas Tiffner: Eine gute Stimmung von den Rängen kenne ich bereits von meiner Zeit bei Blau Weiß Linz, aber die Austria Fans sind schon sehr super. Als ich beim Spiel gegen Ruch aufs Feld kam und alle haben meinem Namen gerufen, das war schon ein schönes Gefühl. Leider habe ich dann nur die Latte getroffen, ansonsten wäre das ein schöner Einstand gewesen.

Hungry: Welche Bedeutung hat für dich Tradition und Geld im Fußball?

Andreas Tiffner: Tradition ist sehr wichtig im Fussball. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ohne Tradition der Fussball einfach nicht interessant ist. Man sieht es auch bei Blau Weiß Linz, die Tradition ist das Leben im Fussball und wenn das verloren gehen sollte, dann wäre der Fussball nicht mehr interessant.

Hungry: Was bedeutet für dich der FK Austria Wien?

Andreas Tiffner: Die Austria ist mein Arbeitgeber und ich spiele hier Fussball. Somit ist die Austria ein Teil meines Lebens und ich glaube, dass ich hier einige Zeit verbringen werde.

Hungry: Was wäre dein Wunschgegner fürs 100 Jahr Jubiläum?

Andreas Tiffner: Real Madrid

Hungry. Singst du auch beim 100 Jahre Song mit?

Andreas Tiffner: Ja. Aber kein Solo

Hungry: Welche Trainingsunterschiede gibt es zwischen Vastic und Daxbacher und auf welche Trainingsmethoden liegen die Trainer sehr viel wert?

Andreas Tiffner: Beide Trainer sind ähnlich, beide legen viel wert auf das spielerische Element. Wir trainieren fast immer mit dem Ball. Die Intensität ist bei beiden gleich. Es gibt nur einen größeren Unterschied, Ivo Vastic spielt beim Training mit und wie. Da kann schon mal passieren, dass die Trainer ummäht. Aber beide Trainer führen das Training sehr gut.

Hungry: Die U20 WM steht nächstes Jahr vor der Tür und du wirst dabei sein. Wie ist dein Gefühl und was willst du dort erreichen?

Andreas Tiffner: Ich freue mich total auf dieses Event. Hätten wir etwas Glück gehabt, dann hätten wir bei de EM auch die Gruppe geschafft. Es war schon auch viel Pech dabei, außer beim Spiel gegen Frankreich. Wir hätten dort sicher überraschen können. Aber nun haben wir uns für die WM qualifiziert, die ist glaube ich im August. Bis dahin muss man auf das Event gezielt hinarbeiten. Wir haben eine gute Mannschaft und ich traue uns dort schon etwas zu.

Hungry: Was sind deine Ziele in deiner gesamten Fußballerkarriere?

Andreas Tiffner: Zuerst mag ich mich einmal in der Bundesliga etablieren. Wenn das so weit ist und ich genug Erfahrung gesammelt habe, dann kann es mit etwas Glück auch noch ins Ausland gehen. Mein Traum wäre England

Hungry: Wenn du Präsident der Wiener Austria wärst, was würdest du machen bzw. ändern?

Andreas Tiffner: Ändern würde ich nicht viel. Die Akademie ist super, die steht der Red Bull Akademie gar nichts nach. Aber ansonsten kann ich es schwer sagen, was man ändern könnte oder sollte.

Hungry: Wie hast du dich in Wien eingelebt und wie geht’s dir in der Hauptstadt?

Andreas Tiffner: Ich habe nun eine Wohnung im fünften Bezirk, die hat vorher Alex Schriebl gehört. Ich habe es endlich geschafft, ein paar Möbeln einzurichten. Es fehlen zwar noch einige Sachen, aber es wird so langsam. In der Stadt fühle ich mich sehr wohl, obwohl ich mich noch gar nicht gut auskenne. Ohne Navi würde ich in der Stadt noch gar nichts finden

Hungry: Was treibt ein Andi Tiffner Privat?

Andreas Tiffner: Ich bin ein ganz normaler „Bua“. Ich gehen gern ins Kino und solche Sachen. Was halt andere Leute auch gerne machen.

Hungry: Wie geht dein Lieblingswitz?

Andreas Tiffner: Alle Blondinen Witze sind super

Hungry: Hast du ein Vorbild oder eine Lebensweisheit nach der du lebst?

Andreas Tiffner: Mein Vorbild ist mein Papa. Lebensweisheit selbst habe ich keine.

Hungry: Wenn du heute kein Fussballprofi sein würdest, wo würde man dich anfinden?

Andreas Tiffner: Dann würde man mich daheim am Bahnhof finden. Denke ich jedenfalls (lacht)

Hungry: Beschreibe dich mit einem Wort

Andreas Tiffner: Einzigartig

Hungry: Bist du ein Fortgehtyp oder ein Homechiller?

Andreas Tiffner: Homechiller

Hungry: Was würdest du als deine größte Jugendsünde bezeichnen?

Andreas Tiffner: Ich höre gerne Schlagerhits. Auch Austropop wie Fendrich höre ich gerne. Das ist das einzige, was mir als Jugendsünde einfallen würde.  

Hungry: Willst du uns salzburgerischen FAK Fanatikern noch etwas sagen`

Andreas Tiffner: Ich habe großen Respekt für euch. Ihr nehmt immer die Strecke von Salzburg auf euch um die Austria zu unterstützen. Das ist eine tolle Sache und wie schon geagt, dafür habt ihr meinem vollsten Respekt.

Hungry: Wie tippst du das Spiel zu Hause gegen Red Bull?

Andreas Tiffner: Wird eine knappe Sache. Ein angeschlagener Gegner ist immer ein schwerer Gegner, aber wir werden uns durchsetzen. Wir haben die letzten zwei Heimpartien verloren und nun wird es Zeit, dass wir wieder gewinnen.

Hungry: Danke fürs Gespräch