LASK LINZ - FK AUSTRIA WIEN 1:0 (1:0)
GRUBER 43'
Die neue Saison ist gestartet. Leider mussten wir zum Auftakt eine knappe 1:0 Niederlage in Linz gegen den LASK hinnehmen. Die sehr junge Mannschaft präsentierte sich aber mutig und kämpferisch. Auch wenn der Sieg der Linzer verdient war, Chancenlos war die Austria nicht und ein Punkt wäre sicherlich möglich gewesen. Auf die Leistung kann man aufbauen, da man ehrlicherweise auch sagen muss, dass aktuell der LASK nicht unser Gegner ist. Die kommen erst!
Folgende Elf schickte Peter Stöger bei seinem Comeback auf der Trainerbank aufs Feld. Pentz stand im Tor, die Innenverteidigung bestand aus Jarjue und Madl, außen agierten Martschinko und Zwierschitz. Im Mittelfeld agierten Ebner als Sechser, Sarkaria offensiv davor und auf dem Flügel waren Pichler und Wimmer unterwegs. Die Doppelspitze bestand aus Monschein und Sax. Suttner wurde leider nicht fit und für Palmer Brown und Teigl kam der Startelfeinsatz noch zu früh.
Was man ab der ersten Sekunde am Feld sah war die neue Ausrichtung von Stöger. Man muss anerkennen, dass man aktuell nicht die Qualität im Kader hat um einen Gegner wie den LASK zu bespielen, also nimmt man die Außenseiterrolle an, übergibt den Gegner das Spielgeschehen und versucht mit den Umschaltmomenten, früher auch Konter genannt, seine Chancen zu kreieren. Natürlich war der LASK überlegen, aber wenn man bedenkt, wie wenig Torchancen man in den letzten Saisonen hatte, greift diese Taktik. Der LASK war im ersten Durchgang klar besser und hatte mehrere Topchancen, doch Pentz war zur Stelle, einmal rettete die Stange. Leider fiel vor der Pause das Gegentor, was dann auch die Niederlage bedeutete. Nach einem Standard sprang Gruber am höchsten, Pentz war etwas irritiert und per Innenstange ging der Ball ins Tor. Das blöde an der Sache war, dass unsere Defensive, die wirklich rackerte und sich in jeden Ball rein warf, besonders Jarjue muss man herausheben, viele Topchancen der Laskla verhinderte und dann eigentlich ein hochunglückliches Gegentor fing. Aber auch im ersten Durchgang hatte die Austria immer wieder Möglichkeiten. Die Beste hatte Monschein, der auf der Seite an den Ball kam, dann aber an Schlager scheiterte. Auch zwei Hereingaben waren brandgefährlich, die aber leider neben das Tor gingen.
Im zweiten Durchgang wurde die Austria dann mutiger, hatte auch mehr Anteile am Spiel und man sah einige gute Kombinationen. Besonders als Teigl ins Spiel kam, sah man, dass er seine gute Verpflichtung ist. Hinten sehr solide, gewann sehr viele Zweikämpfe, setzte sich auch offensiv gut durch und spielte echt gute Diagonalbälle. Sogar einen gefährlichen Torabschluss hatte Teigl, wo sich Schlager aber beweisen konnte. Hier freue ich mich sehr, wenn ein fitter Suttner und Teigl die Flügel beackern, das kann dann sehr spannend werden. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit leichten Vorteilen für den LASK. Die hatten zwar immer wieder gute Chancen, doch die Defensive stellte gut zu, blockte viel ab und kam der Ball durch war Pentz zur Stelle, der an diesem Tage gut hielt. Doch vorne gab es dann auch plötzlich Topchancen für die Austria. Monschein scheiterte zwei Mal an Schlager, Madl traf gute sieben Meter vor dem Tor den Ball nicht, Jarjue köpfte knapp drüber und zwei Stanglpasses wurden in der letzten Sekunde noch weggekratzt. Auch die Einwechselspieler Teigl, Grünwald und Jukic brachten viel Schwung. Edomwonyi hingegen zeigte wieder einmal, dass er nicht wirklich einen Mehrwert für die Mannschaft darstellt. Aber vielleicht geht ihm unter Stöger mal der Knopf auf. Am Ende musste man aber trotzdem mit null Punkten die Heimreise antreten.
Es war ein merkwürdiges Spiel. Das Schachbrettmuster, die ganzen Masken und kein organisierter Support. Auch der Gästesektor fehlte stark! Aber wie sagten die LASK Fans hinter uns – In diesen Zeiten müssen wir zusammenhalten! Recht haben sie gehabt. Es lief auch alles sehr glatt bei 6.400 Zuschauern und die Entscheidung der Bundesregierung kann und will ich nicht verstehen! Aber dagegen können wir momentan leider nichts machen. Auch das Spiel selbst ist schwer zu beurteilen. Der Sieg der Linzer geht vollkommen in Ordnung, trotzdem hätte man in Führung gehen können und auch am Schluss wäre ein Punktegewinn irgendwie sogar verdient gewesen. Wenn man diese Leistung konservieren und steigern kann, dann werden wir unsere Punkte einfahren. Das wir aktuell mit dem Top 3 eventuell 4 nicht mithalten können, sollte jedem Austrianer klar sein. Realistisch betrachtet war es kein schlechter Start in die Saison! Nächsten Sonntag geht es dann endlich wieder einmal ins heimische Stadion gegen Ried, aber leider nur mit 3.000 Zuschauern! Dort sollten aber die ersten drei Punkte aufs Konto wandern!
FORZA VIOLA aus Salzburg