RB SALZBURG - FK AUSTRIA WIEN 1:0 (0:0)
ADEYEMI 72'
Der Antritt nach Salzburg klang nach einer sehr schwierigen Aufgabe. Die Frage lautete nur, wie hoch würde die Austria verlieren. Doch Coach Manfred Schmid zeigte, wie variabel die Austria sein kann. Er stellte ein 5-4-1 System auf. Pentz stand im Tor. Alle drei Innenverteidiger, die wir zur Verfügung haben, standen auf dem Feld mit Schoissengeyr, Mühl und Handl. Über die Außen kamen Suttner und Teigl. Das Vierer-Mittelfeld bestand aus Martel und Demaku zentral, Fitz und Fischer kamen über die Seiten. Die Solospitze war Djuricin. Der Gästesektor war gut gefüllt und der Support war über die 90 Minuten sehr fantastisch.
Die Defensive Ausrichtung der Austria funktíonerte sehr gut. Zwar hatten die Dosen über das gesamte Spiel einen sehr großen Ballbesitz, doch Chancen erspielten sie sich sehr schwer. Und hier sprechen wir von einem Verein, die in den letzten zwei Wochen Atletico Madrid und Barcelona geschlagen hat und dazu noch Ried mit 7:1 nach Hause schickte. Also ging der Plan fast komplett auf. Natürlich war die Austria auf Konter ausgerichtet und fand sogar die erste Chance vor, als Teigl das Laufduell gewann, an den Ball kam und aus 25 Metern abzog, leider über das Tor. Erst am Ende der ersten Halbzeit wurde RB richtig druckvoll. Sie hatten zwei Halbchancen, die aber kaum gefährlich waren, doch ein Kopfball ging an die Latte. Auch im zweiten Durchgang waren die Dosen tonangebend, ohne aber wirklich große Chancen herauszuspielen. Doch die Austria nutzte ihre Kontersituationen nicht gut genug. Pichler kam rein für Fitz, Ohio für Djuricin, Branöder für Demaku und Jukic für Fischer. Erst in der 72. Minute tankte sich Kristensens auf der Seite gut durch, ließ drei Veilchen stehen, spielte den Querpass und Adeyemi staubte zur Führung ab. Die Austria hatte dann durch Ohio die große Ausgleichsmöglichkeit, als er allen davon lief, den Tormann umkurvte. Doch ein Verteidiger konnte ihn blocken und sein Nachschuss ging an die Stange. Sehr Schade. Am Ende gewann RB knapp mit 1:0.
Der Wille, der Kampfgeist und die Leidenschaft waren wieder deutlich zu sehen. Mehr kann man aktuell nicht verlangen. Viele Austria Mannschaften gingen in Salzburg unter. Nun kann man unserer jungen Truppe es hoch anrechnen, dass sich RB verdammt schwer damit tat, uns zu besiegen. Natürlich hatten wir wenige Chancen, RB die Spielkontrolle und der Sieg ging auch in Ordnung, aber auf diese Leistung kann man aufbauen. Wenn man mit diesem Willen nächsten Sonntag gegen Klagenfurt antritt und es dort auch schafft, seine Chancen effizient zu nutzen, dann könnte doch glatt der erste Saisonsieg möglich sein. Jedenfalls gingen die Veilchen, die auch Herbert "Schneckal" Prohaska alles Gute zum seinem 66. Geburtstag wünschten, relativ zufrieden aus dem Stadion.
FORZA VIOLA aus Salzburg