SV RIED - FK AUSTRIA WIEN 2:1 (0:0)

 

BAJIC 57' OFFENBACHER 64' bzw. PICHLER 76'

Der Meisterschaftsstart in Ried ging leider in die Hose. Schon die Anreise war ein Abenteuer. Die Verbindungsstraße von Salzburg nach Ried war gesperrt – ohne Ankündigung. Mit einem ordentlichen Umweg über Braunau dauerte die Fahrt fast zwei Stunden, doch gerade noch rechtzeitig vor dem Anpfiff waren wir im Stadion. Coach Schmid schickte folgende Elf aufs Feld: Im Tor stand Pentz. Mühl gab sein Debüt in der Innenverteidigung neben Schoissengeyr. Außen verteidigten Martins und Suttner. Im zentralen Mittelfeld waren diesmal Grünwald, Martel und Fischer aufgestellt. Über die Flügel kamen Teigl und Jukic, die Solospitze mimte Djuricin. Pichler und Fitz wurden in der zweiten Halbzeit für Martins und Grünwald eingewechselt.

Die erste Halbzeit kann man ganz einfach beschreiben. Über die komplette Spielzeit hatte die Austria die Spielkontrolle. Das Spiel selbst fand fast nur in der Hälfte der Rieder statt. Doch mit den Chancen kreieren tat sich die Austria sehr schwer. Ein Schoissengeyr Kopfball ging drüber, sowie ein Schuss von Grünwald und sein zweiter Versuch wurde gehalten. Die Rieder hatten in der ersten Halbzeit bis auf einen absolut harmlosen Kopfball überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel. Doch was bringt dir 70% Ballbesitz und die Spielkontrolle, wenn man keine Großchancen kreiert und dadurch auch keine Tore schießt. So kam es, wie es kommen musste im zweiten Durchgang. Die Rieder wurden mutiger und profitierten von Stellungsfehlern der Austria. Durch einen schnellen Angriff, der mit einem Kopfball und einem Schupfer in die Spitze gespielt wurde, war Balic schneller als Schoissengeyr. Er umrundete Pentz, spitzelte den Ball an ihm vorbei. Schoissengeyr kam mit der Schuhspitze noch dran, doch der Ball ging es Tor. Chabbi hatte gleich darauf eine weitere gute Chance nach einem Konter, Pentz hielt sehenswert. Gegen den Freistoß von Offenbacher hatte er keine Chance. Der ging direkt in das Kreuzeck und absolut traumhaft. Messi hätte ihn nicht besser schießen können. Nach dem Schock des Doppelschlags übernahm die Austria wieder das Kommando. Gefühlt flogen alle zwei Minuten eine Flanke oder ein Stanglpass in den Strafraum, doch die Rieder konnten immer Blocken. Außer in der 76. Minute, wo eine Suttner Flanke von Djuricin verpasst wurde, aber im Rückraum sprintete Pichler in den Ball und versenkte ihn mit dem Kopf. Die Austria warf dann alles nach vorne und hatte bei einem Suttner Nachschuss, wo Djuricin wieder nur Millimeter fehlten, um ihn abzufälschen, die größte Ausgleichschance, doch Radlinger konnte den Ball halten. Die Rieder verteidigten ihre knappe Führung bis zur Ziellinie und konnten den Auftaktsieg feiern.

Die Spielidee, der Wille und der Kampfgeist waren sichtbar und spürbar. Nur muss man Chancen kreieren. Für den Gegner ist es einfach, auf die Schwächephase zu warten, um dann zuzuschlagen. Trotzdem sehe ich die Niederlage nicht so negativ. Es fehlt noch viel, aber man erkennt ein System. Ein ganz großes Zeichen gaben die Fans ab, die nicht nur über 90 Minuten für eine grandiose Stimmung im Gästesektor sorgten, sondern auch die Mannschaft nach dem Schlusspfiff noch lange feierte. Das Signal ist klar – wir stehen hinter euch. Nun müsst ihr nur mehr was daraus machen. Die nächste Chance ist am Donnerstag in Island – allerdings ohne uns Fans. Vielleicht funktionieren die Abläufe dort schon besser. In der Meisterschaft geht es nächsten Sonntag zu Hause gegen WSG Tirol weiter.

Hier gehts zur Gallerie

 

FORZA VIOLA aus Salzburg