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SK STURM GRAZ FRAUEN - AUSTRIA DAMEN 0:0


Schon in der zweiten Runde kam es zum Kräftemessen der Jägerinnen von St. Pölten. Vor 2 Jahren konnten wir die Duelle gegen Sturm für uns entscheiden und wurde Vizemeister. Letztes Jahr siegte Sturm in Wien und in Graz gab es ein 2:2, folglich mussten wir uns mit Platz 3 begnügen. Diesmal gab es ein torloses 0:0. Wenn man ehrlich ist, war das auch kein Leckerbissen. Unterstützt von mehreren Lungauer Veilchen, die auch bei den Damen an Fritz Duras gedenken, sah man ein kampfbetontes und intensives Fußballspiel mit ganz wenigen Chancen und leider viel zu viel Sicherheitsdenken statt Risiko. Coach Spilka stellte auch um, da die Grazerinnen in der Vorwoche Neulengbach mit 4:0 abgeschossen hatten, da sie viele Räume zum Kontern bekommen hatten. Mit einem 4-3-2-1 System wollte er das verhindern. Gurtner stand im Tor, Bell agierte mit Grafinger in der Innenverteidigung, Stockhammer und Grosskopf(ab der Pause Pototschnig) agierten auf den Seiten. Wronski, Eberhardt und Karac besetzten das zentrale Mittelfeld, über die Flügel kamen Mädl und Slukova, vorne stürmte Solo Pireci.

Man kann nicht viel von der ersten Halbzeit berichten. Beide Mannschaften hatten wohl die gleiche Idee: Lass die Anderen das Spiel machen und wir kontern sie dann aus. Somit agierten beide Mannschaften vorsichtig, riskierten nichts und neutralisierten sich. Es war hart umkämpft und es wurde auch leidenschaftlich gespielt, aber niemand rückte von seiner Taktik ab. So gab es auf beiden Seiten ein paar harmlose Weitschüsse. Im zweiten Durchgang ging es anfangs genau so weiter. Beide Trainer spekulierten wohl auf den Lucky Punch. Die Grazerinnen dachten sogar, dass sie ihn bekommen haben. Ein Weitschuss ging knapp über die Latte, fiel aber gleich aufs Netz und blieb hinten liegen. Viele waren sich nicht sicher, ob er der Ball nun im Tor war oder nicht. Die Grazer jubelten, die Tormelodie lief an und Gurtner holte die Kugel hinter das Tor nach vorne und führte den Abstoß aus. Da haben sich die Hausherrinnen zu früh gefreut. In den letzten 20 Minuten nahm dann die Austria mehr Risiko und brachten mit Schneeberger und Slukova mehr Offensivkraft ins Spiel und fast wäre die Taktik aufgegangen. Kurz vor Schluss wurde Pireci freigespielt, ihr Schuss ging aber ganz knapp an der Stange vorbei und in der Nachspielzeit gab es endlich den gewünschten Konter und 3 zu 2 Situation für Violett, doch der Ball wurde zu ungenau gespielt und er konnte geklärt werden. Glück hatte man dann noch bei einem Kopfball der Grazerinnen, der knapp neben das Tor ging.

Am Ende musste man sagen, dass dieses Topspiel keines war. Werbung für den Frauenfußball bekam man nicht zu Gesicht. Aber wer behauptet, dass Frauen keine Ahnung von Taktik haben, wurden hier auf beiden Seiten eines Besseren belehrt. Das Rasenschachspiel konnte keiner gewinnen, da die wenigen Chancen nicht genutzt wurden und es wurden gerecht die Punkte geteilt. Coach Spilka hat nun zwei Wochen Zeit das neue Team weiter zu formen, denn es folgte eine Länderspielpause. In 2 Wochen folgt dann das Heimspiel gegen die Damen von Wacker Innsbruck!


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FORZA VIOLA aus Salzburg