SPG SCR ALTACH/ FFC VORDERLAND - FK AUSTRIA WIEN FRAUEN 1:1 (1:1) 
TIETZ 14' bzw. WUCHER 2'
Sonntag – Auswärtsspiel in Altach – Anpfiff 10 Uhr in der Früh – für uns kein Problem. Zwei Lungauer Veilchen machten sich auf den Weg, genossen die freie Autobahn in Deutschland und waren mit 248 anderen Personen in der Cashpoint Arena alias Schnabelholz anwesend, um das Meisterschaftsspiel in der 6. Rund der Frauen Bundesliga zwischen SPG SCR Altach/FFC Vorderland gegen die Frauen des FK Austria Wien anzusehen. Bei kalten Temperaturen und nebliger Sicht bekamen wir ein sehr offenes und umkämpftes Spiel zu sehen. Coach Haas schickte folgende Elf aufs Feld: Im Tor stand Haidner. In der Innenverteidigung spielten Bell und Stockhammer, außen agierten Pototschnig und Schneeberger. Im zentralen Mittelfeld agierten Bauer, Petrusova und Wurzer. Über die Flügel stürmten Hajek und Wucher und die Solospitze mimte Krumböck.
Das Spiel begann sehr gut für die Viola Girls. Wir konnten noch nicht einmal „Auf geht’s Veilchen, heute drei Punkte“ anstimmen, schon waren wir im Torjubel. Annalena Wucher erzielte in ihrer Heimat ein Traumtor. Sie zog von der Seite ab, überhob die Torfrau und der Ball landete sehenswert im langen Eck. Der Jubel war groß, doch die Altacherinnen waren nicht schockiert. Sie waren giftig und nah an der Frau. Jeder Zweikampf wurde intensiv geführt. Allerdings kam die Partie ohne gelbe Karte aus, da kein Foul wirklich grob war. Doch die Defensive der Austria hielt stand. Leider konnte man nicht nachlegen, da ein weiterer Versuch von Wucher neben das Tor ging und Krumböck ihr Schuss konnte gehalten werden. Ein Weitschuss von Tietz führte dann zum Ausgleich. Sie wurde nicht attackiert, nutzte den freien Raum und schoss einen tückischen Ball Richtung Tor. Haidner sah nicht gut dabei aus, doch sie bekam keinen Druck mehr auf dem Ball und dieser rutschte ihr über die Finger ins Tor. Danach gab es immer wieder Phasen für jede Mannschaft. Bauer, Krumböck und Wucher scheiterten an der Torfrau. Altach hatte einen guten Konter, wo der Schuss knapp neben das Tor ging und einmal hielt Haidner einen strammen Schuss. Zur Pause stand es 1:1.
Nach der Pause änderte sich das Spiel kaum. Immer wieder gab es Druckphasen. Anfangs waren die Viola Girls wieder stärker, doch die tiefstehenden Vorarlbergerinnen fingen viele Aktionen ab. Ein Schneeberger Schuss wurde gehalten, Wucher schoss knapp drüber und mehrere Eckbälle führten zu gefährliche Situationen. Doch der Ball wollte nicht rein. Doch auch Altach kam immer wieder gefährlich nach vorne. Haidner stürmte einmal raus, klärte den Ball, der Nachschuss ging aufs leere Tor, doch mit vereinten Kräften konnte der Ball von der Linie gekratzt werden. Etwas später drehte Haidner einen Ball über die Latte und einen weiteren Schuss konnte sie sehenswert parieren. Coach Haas brachte mit Kovar, Schorn, Gamper und Cavic neuen Schwung und investierte damit auch in die Offensive. Die Schlussphase gehörte wieder der Austria. Ein Bell Schuss ging über das Tor, Krumböck schoss von der Seite, der Ball konnte aber gehalten werden. Schorn schoss nach einer schönen Aktion leider neben das Tor und Wucher wurde einmal freigespielt, doch ihr Schuss ging knapp neben das Tor. Am Ende stand ein 1:1 auf der Anzeigetafel. Beide Teams hatten ihre Phase, wo sie das Spiel entscheiden hätte können, somit geht das X auch in Ordnung.
Um 12:15 Uhr waren auf den Nebenplatz dann die jungen Akademiespielerinnen dran. In der Future League konnten sich die Austrianerinnen rehabilitieren, nach der ersten Niederlage in der Saison gegen die Vienna. Schon früh in der Partie sorgte ein Eigentor nach einer Ecke für die Führung. Kurz darauf legte Andy Bogorova mit dem Kopf nach, ebenfalls nach einer Ecke. Lena Kovar konnte eine Flanke einnetzen, und wiederum Bogorova erzielte mit einem Flachschuss ins lange Eck das vierte Tor. Es war ein Spiel auf schiefer Ebene und die Viola Girls hätten noch viel höher führen können. In der zweiten Halbzeit gab es nicht nur das Comeback von Anna Kuba, sondern auch zahlreiche Chancen, doch der Ball wollte nicht mehr rein. Die Angriffe der Altacherinnen konnten jedes Mal gestoppt werden. Am Ende fuhren die AKA Austria Frauen einen hochverdienten 4:0 Auswärtssieg ein und kletterten wieder auf Position 2 in der Tabelle.
Nächste Woche geht es am Sonntag zu Hause gegen Wacker Innsbruck weiter. Dort besteht die Chance für beide Teams, wieder Punkte einzufahren und Boden auf die Spitze gut zu machen. Nach den zwei Spielen fuhren wir wieder nach Hause, hatten unseren Spaß mit Austria Liedern im Stau auf der deutschen A14 und sind nun wieder in der Heimat. Man kann uns für Verrückt erklären – sind wir auch. Doch uns gefällt das!
FORZA VIOLA aus Salzburg