WACKER INNSBRUCK - AUSTRIA FRAUEN 0:1 (0:1) 
BAUER 35
Seit Anfang November haben die Austria Frauen kein Pflichtspiel mehr gehabt wegen Covid-19! Nun folgte aber der Saisonstart. In der ersten Runde ging es direkt nach Tirol, wo man beim FC Wacker Innsbruck zu Gast war. Da Andrea Gurtner sich verletzt hatte, feierte die 17-jährige Nadine Hinterberger ihr Startelfdebüt in der Bundesliga. Stockhammer und Bell agierten als Innenverteidigerinnen, Rückkehrerin Kovar und Schneeberger agierten auf den Seiten. Im dreier zentralen Mittelfeld mimte Wronski den Sechser, Mädl und Karkac nahmen den offensiveren Part ein. Über die Flügeln kamen Bauer und Krumböck, vorne stürmte Pireci. Auf der Bank saßen Ersatztorfrau Haidner, Gamper, Pototschnig, Roadl, Wojtas, Hajek und Wucher. Also gleich fünf Akademiespielerinnen waren im Kader!
Um 11 Uhr folgte der Anpfiff auf dem Kunstrasenplatz des Sportzentrums in der Wiesengasse. Lena Stockhammer feuerte gleich beim Anstoß einen Ball nach vorne, dieser ging aber drüber. Direkt im Gegenzug tankten sich die Tirolerinnen durch, umkurvten Hinterberger, doch sie trafen das leere Tor nicht. In den ersten 20 Minuten waren die Viola Girls überhaupt nicht in der Partie. Es gab keine Spielkontrolle, der Ball flog gefühlt hin und her und es gab noch einige Abstimmungsprobleme. So kamen die Damen von Wacker immer wieder in die gefährliche Zone. Doch die Abschlüsse waren zu harmlos und Hinterberger hatte die Bälle sicher. Danach wurden die Austria Girls aber immer dominanter und auch stärker. Nach einem Stanglpass beförderte Bauer den Ball an die Stange. Ein Karkac Freistoß ging drüber, ein Abschluss von Pireci ging knapp vorbei und nach einer Ecke landete der Ball leider neben dem Gehäuse. In der 35. Minute machte die Torfrau von Innsbruck einen schwerwiegenden Fehler. Ihr Abschlag landete direkt bei Pireci, die den Ball annahm, sich nach vorne dribbelte und die Kugel perfekt in die Mitte legte, wo Bauer lauerte und das Tor erzielte. Die Austria war vorne. Trotzdem war die erste Halbzeit sehr ausgeglichen. Kurz vor der Pause tankten sich die Tirolerinnen nochmals durch und der Schuss von der Seite landete auf der Latte. Hier hatte man Glück, dass man mit einer 1:0 Führung in die Pause gingen.
Im zweiten Durchgang waren die Austria Frauen die bessere Mannschaft, hatten auch mehr Spielkontrolle und verfrachteten das Spiel in die Hälfte der Hausherrinnen. Allerdings machte man den Sack nicht zu. Ein Schuss von Pireci ging knapp daneben und Krumböcks Versuch konnte gehalten werden. Die Wacker Girls pressten aber stetig an und lauerten auf die Fehler. Wenn diese provoziert wurden, versuchten sie schnell umzuschalten. So lief eine Innsbruckerin plötzlich allein auf Hinterberger zu, doch unsere Torfrau blieb Siegerin und konnte den Ball klären. Auf der Gegenseite kam dann auf Mädl auf der Seite durch, ihr Schuss wurde aber ebenfalls von der Torfrau abgeblockt. Es folgten viele Ecken für Violett, wo immer wieder Gefahr entstand, doch der Ball wollte kein zweites Mal rein. Pireci, Krumböck, Bauer scheiterten und ein Stanglpass von der Seite ging bei allen vorbei. Die Hausherrinnen hatten dann noch einen gefährlichen Schuss neben das Kreuzeck und Hinterberger konnte einen Schuss von der Seite bravourös halten. In den letzten Minuten war es eine Zitterpartie. Wacker schaffte es aber nicht mehr einen Nadelstich zu setzen und die Viola Girls brachten die Partie über die Zeit. Wucher, Pototschnig und Gamper kamen am Ende noch auf ihre Einsatzminuten. Nach 94 Minuten wurde das Spiel beendet!
Es war eine merkwürdige Partie. Man sah beide Mannschaften an, dass sie auf das Spiel hin gefiebert hatten und jede warf alles rein. Aber die Automatismen fehlten auf beide Seiten und eine Sicherheit war auch lange nicht zu sehen. Der Sieg ging in Ordnung, hatte man doch mehr vom Spiel, auch die größeren Chancen und eben auch das Gold Tor. Allerdings hätte das Spiel auch in eine andere Richtung gehen können. Richtig einordnen kann man die Leistung noch nicht, aber die wichtigen ersten drei Punkte sind eingefahren. Mit Selbstvertrauen geht es nächsten Sonntag zu Hause gegen Südburgenland um die nächsten Punkte. Da werden dann die Automatismen schon besser greifen. Die Favoritenrolle wurde erfüllt und damit muss man zufrieden sein!
FORZA VIOLA aus Salzburg